Gemeinde Frittlingen

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ENRW informiert Bürgermeister aus der Region

Regelmäßig lädt die Energieversorgung Rottweil (ENRW) alle Bürgermeister in ihrem Versorgungsgebiet zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb zu einem Informationsaustausch. Im Fokus des diesjährigen Treffens im Gemeindehaus Frittlingen standen intelligente Messsysteme, E-Mobilität, Erdgas-Hausanschlüsse sowie das CO2-Brennstoffemissionshandelsgesetz.
 
Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen voran, insbesondere auch bei der Energiewende. Ab 2020 werden digitale Stromzähler und intelligente Messsysteme, sogenannte „Smart Meter“, eingeführt. Letztere zeigen nicht nur den Zählerstand an, sondern speichern den Stromverbrauch und übermitteln die erhobenen Daten verschlüsselt an den Stromlieferanten und Netzbetreiber. Die Bürgermeister informierten sich beim ENRW-Projektleiter Jakob Garten über die Herausforderungen, die mit dem Roll-Out der Smart Meter verbunden sind. Insbesondere wies Garten auf die hohen Anforderungen an die Datensicherheit, aber auch auf die Notwendigkeit einer guten Übertragung der Zählerdaten gerade im ländlichen Raum hin.
 
Dass die ENRW auch in Sachen „Elektromobilität“ aktiv ist, legte der technische Leiter der ENRW, Holger Hüneke, ausführlich dar. Aufgrund der Ausweitung der Förderung in diesem Bereich rechnet er mit einem schnelleren Anstieg von Elektrofahrzeugen ab 2020. „Dies wiederum führt zu einem netzrelevanten Anstieg der Leistung für den Ladebetrieb im Niederspannungsnetz“, so Hüneke. Mittels modernen Simulationsprogrammen wurden deshalb Prognosen zur Netzbelastung für das Stromverteilnetz in den einzelnen Konzessionsgemeinden der ENRW vorgestellt.
 
Holger Hüneke berichtete außerdem von einer deutlich steigenden Nachfrage bei Hausanschlüssen an die Erdgasnetze der ENRW. Diese habe seit diesem Jahr
die Preise für den Hausanschluss auf eine günstige Meterpauschale
umgestellt, die in einem übersichtlichen Internetportal abgerufen werden können.
 
Abschließend ging ENRW-Geschäftsführer Christoph Ranzinger auf das Ende 2019 verabschiedete Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ein. Der Gesetzgeber habe sich mit dem BEHG für eine sehr komplexe Umsetzung der CO2-Bepreisung im Wärmemarkt entschieden: „Die Umsetzung bis 2021 ist vor dem Hintergrund fehlender Durchführungsverordnungen und hohen bürokratischen Erfordernissen extrem ambitioniert“, gab Ranzinger zu bedenken. Zudem sei die rechtliche Einordnung der CO2-Bepreisung noch umstritten und werde möglicherweise erst gerichtlich abschließend geklärt.