Gemeinde Frittlingen

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Bericht über die Einwohnerversammlung am Montag, 1. April 2019

Etwa 80 Einwohner/innen konnte Bürgermeister Butz bei der diesjährigen Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen. Er erläuterte den rechtlichen Rahmen dieser Form der Bürgerinformation und -beteiligung und insbesondere die Möglichkeit, außer den in der Tagesordnung genannten Punkten andere Anliegen vorzubringen, die innerhalb von 3 Monaten von der zuständigen Stelle (Gemeinderat oder Rathaus) zu behandeln sind.

Dorfentwicklungskonzept "Frittlingen 2030" mit Maßnahmenplan
Frau Guglielmo von der mit der Moderation und Dokumentation beauftragten Planstatt Senner trug das Ergebnis dieses Bürgerbeteiligungsprozesses vor. Man habe damit eine neue Form der Kommunikation mit der Bürgerschaft gesucht und hierbei die Sozialen Medien einbezogen. Zwar müsse man feststellen, dass diese Möglichkeit nicht so angenommen wurde, wie dies wünschenswert gewesen sei. Dennoch sei ein bunter Strauß an Anregungen zusammengekommen, die nun in einer Maßnahmenliste eingefasst und nach Priorität, Kosten und Zuständigkeit geordnet wurden. Als maßgebliche Erkenntnis hätte sich gezeigt, dass Treffs für die verschiedenen Generationen im Ort gewünscht werden. Es liege nun in der Hand der Gemeinde, diese Maßnahmenliste zu einem Programm für die kommenden Jahre zu machen. Um herauszufinden, welche dieser Maßnahmen für die Bürgerschaft besonders wichtig sei und wo sie sich deshalb engagieren wolle, werde an die Haushalte eine Postkarte verteilt, auf der man sein Interesse signalisieren könne. Herrn Bürgermeister Butz übergab sie symbolisch die Maßnahmenliste als Kartenspiel. Außerdem zeigte sie Gestaltungsvorschläge für die künftige Rathaus-Außenanlage sowie ein Ruhebänkle am Hanneskreuz.
In der anschließenden Diskussion und Fragerunde wurde die Gestaltung des Rathausplatzes und des Bänkleplatzes angesprochen. Während sich eine Wortmeldung für einen Badesee wenig erwärmen konnte, sei ein Café wichtiger. Nachgefragt wurde außerdem nach der Absicht der Gemeinde, Gebäude in der Ortsmitte aufzukaufen. Bürgermeister Butz erklärte, dass dies nur dann erfolge, wenn der Eigentümer daran interessiert sei und das Gebäude für die Ortsentwicklung wichtig sei. Ein Bürger sprach sich dafür aus, den Scholzplatz nun zügig umzugestalten, um Nutzung und Zustand zu verbessern. Auch wurde nach der Herrichtung des Mettenbergwegs gefragt. Schließlich wurde bemerkt, dass das Mitfahrbänkle seinen Zweck nicht erfülle und möglicherweise das Versicherungsrecht eine Rolle spiele. (Hinweis: Die Endfassung des Dorfentwicklungskonzepts die Maßnahmenliste ist unter www.frittlingen2030.de abrufbar.)

Weiterer Baustellenablauf "Einbahnring"
Herr Mergenthaler vom Planungsbüro Hermle stellte die Baumaßnahme an der Zehntscheuer dar, die eine Sperrung bis Ende Mai bedinge. Wenn danach die Starzelbrücke in Wellendingen saniert werde, müsse der Lkw-Rückverkehr aus dem nördlichen Gewerbegebiet die Lehrstraße passieren, was z.B. die Verlegung von Bushaltestellen notwendig mache. Der weitere Bauabschnitt zwischen Zehntscheuer und Volksbank werde bis in den Herbst 2019 dauern, dabei werde die Baufirma Betriebsferien vom 02. - 19. August machen. Durch die Brückenmaßnahme und die Bauabschnittsteilung verlängere sich die Baumaßnahme um 2 Monate.
Die anschließende Fragerunde drehte sich um die vorgeblich zu engen Radien im Einbahnring für den Lkw-Verkehr, die Regelung des Umleitungsverkehrs aus Richtung Denkingen sowie die Beschilderung der Umleitung aus Richtung Süden. Es wurde erklärt, dass derzeit geprüft werde, wie die Ränder in den Kurven besser gekennzeichnet und geschützt werden können. Das Befahren des Banketts könne vermieden werden, wenn langsamer und sorgfältiger gefahren werde. Die Beschilderung aus Richtung Denkingen habe man gewählt, um gefährliche Verkehrssituationen im Lauweg und der Rußgasse zu verhindern. Man müsse leider zur Kenntnis nehmen, dass ein "Anlieger frei"-Schild als Freifahrschein auch für den überörtlichen Verkehr gesehen werde. Die Polizei würde punktuelle Kontrollen durchführen. Die Beschilderung aus Richtung Süden werde um die Ortsangaben Wellendingen und Balingen ergänzt.

Vorsorge gegen Hochwasser und Überschwemmungen in Frittlingen-Ort
Herr Messmer von der Ingenieursgesellschaft Breinlinger stellte anschaulich das Szenario bei einem 100jährigen Hochwasser durch Starkregen im Ortsgebiet von Frittlingen dar. Anhand verschiedener Digitalisierungs- und Berechnungsmethoden sei das Gelände aufgenommen und daraus die Wirkung von Hochwasser und daraus folgend von Überschwemmungen aufgezeigt worden. Es gelte nun, den möglichen Schaden bei einem solchen Hochwasserereignis abzuschätzen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Anhand einzelner neuralgischer Punkte im Ort erklärte er verschiedene Verhinderungs- oder Minderungsmaßnahmen und deren Wirksamkeit sowohl an den Bächen und Verdolungen wie auch den betroffenen Gebäuden.
Bei der anschließenden Diskussion wurden diese verschiedenen Szenarien besprochen und Lösungen erörtert. Es wurde festgehalten, dass eine Höherdimensionierung der Durchlässe nur bis zu einem gewissen Grad Entlastung bringen. Grundsätzlich sei die Beseitigung einer Verdolung am wirksamsten. Bürgermeister Butz ergänzte, dass die Gemeinde in den diesjährigen Haushalt Mittel für die Untersuchung der wirksamsten Maßnahmen eingestellt habe.

Als sonstige Anliegen aus der Zuhörerschaft wurde die Befestigung des derzeitigen Graswegs in der Kälberweide gewünscht. Außerdem wurde ein Verkehrslärmschutz im Bereich des Ortsausgangs Richtung Denkingen angemahnt. Bürgermeister Butz erklärte, dass die Resterschließung der Kälberweide bald angegangen werden soll. Die Anregung des Lärmschutzes an der Denkinger Straße werde man mit den zuständigen Behörden prüfen.